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Ozempic® und Mounjaro® im Fokus: Vorteile, Unterschiede und Kosten
Katharina Weis
Dr. Kareem Mahmoud
26 März 2026 | Letzte Aktualisierung: 17 August 2026
17 August 2026


Ist Ozempic als Abnehmspritze eine gute Lösung?
Mounjaro vs. Ozempic im Vergleich
Wirksamkeit der Ozempic- und Mounjaro-Abnehmspritzen im Vergleich
Dosierung: Was ist zu beachten?
Mögliche Nebenwirkungen
Kosten: Mounjaro- und Ozempic-Abnehmspritze im Vergleich
Fazit: Alle Vor- und Nachteile auf einen Blick
Abnehmmedikamente bekommen immer mehr mediale Aufmerksamkeit. Vor allem Abnehmspritzen wie Mounjaro® und Ozempic® stehen dabei im Fokus. Viele Menschen, die sich mit dem Thema befassen, stehen angesichts dieser unterschiedlichen Optionen jedoch zunächst vor vielen Fragen: Ist Ozempic oder Mounjaro das Richtige für mich? Welche Dosierung ist für den Anfang geeignet? Und wie unterscheiden sich diese beiden Abnehmspritzen voneinander?
In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte zum Thema „Mounjaro vs. Ozempic“, damit Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt eine fundierte Entscheidung für Ihre Abnehmbehandlung treffen können.
Schon ein Blick auf den zugelassenen Anwendungszweck von Ozempic kann für Verwirrung sorgen: Das Medikament ist nämlich gar nicht als Arzneimittel zum Abnehmen zugelassen, sondern zur Behandlung von Diabetes.[1]
Das bedeutet, es wurde in erster Linie für die Behandlung von Typ-2-Diabetes entwickelt: Der Gewichtsverlust ist lediglich ein Nebeneffekt. Eine Verschreibung des Medikaments zur Unterstützung bei der Gewichtsabnahme wäre außerhalb der Zulassung und liegt im Ermessen der ärztlichen Fachkraft.
Aber wie kommt es zur Gewichtsabnahme, wenn es sich doch eigentlich um ein Diabetes-Medikament handelt? Das liegt an seinem Wirkstoff: Semaglutid, ein sogenannter GLP-1-Rezeptor-Agonist. GLP-1 steht für Glucagon-Like Peptide 1 (glucagonähnliches Peptid 1). Dabei handelt es sich um ein Hormon, das eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Blutzuckers spielt. Es regt nach dem Essen die Insulinproduktion an und unterstützt so die Kontrolle des Blutzuckers. Außerdem verlangsamt es die Magenentleerung und sorgt über das Zentralnervensystem für ein verringertes Hungergefühl.[2]
Für manche Menschen ist eine Behandlung mit Semaglutid jedoch nicht geeignet, darunter:
Ihre erste Ansprechperson ist immer Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, um zu besprechen, ob Sie für eine Behandlung mit der Ozempic-Abnehmspritze in Frage kommen.
Die Mounjaro-Abnehmspritze ist ebenfalls ein Diabetes-Medikament, wurde jedoch zusätzlich dazu in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung für die Unterstützung bei der Gewichtsabnahme zugelassen. Es wird an Menschen mit einem Body Mass Index (BMI) über 30 verschrieben oder an Personen mit einem BMI zwischen 27 und 30, die gewichtsbedingte Begleiterkrankungen haben.[3]
Die Mounjaro-Abnehmspritze enthält einen anderen Wirkstoff als der Ozempic-Pen: Tirzepatid. Dieser ahmt die Wirkung von zwei Hormonen nach. GLP-1 (wie Ozempic) und zusätzlich auf GIP (Gastric Inhibitory Polypeptide). Beide Hormone regen nach dem Essen die Insulinproduktion an. Das Ergebnis: Man fühlt sich – ähnlich wie bei der Ozempic-Abnehmspritze – länger satt und hat insgesamt weniger Appetit. Da der Wirkstoff an zwei Stellen ansetzt, kann das Sättigungsgefühl dadurch noch deutlicher ausfallen.
Tirzepatid darf nicht angewendet werden, wenn Sie eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff haben, schwanger sind oder stillen.[4] In Absprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin kann entschieden werden, ob Sie für eine Behandlung mit diesem Wirkstoff in Frage kommen.
In einer Studie aus dem Jahr 2021 wurde untersucht, wie viel Gewicht die Teilnehmenden mit wöchentlichen Dosen von Tirzepatid oder Semaglutid über einen Zeitraum von 40 Wochen verloren. Die teilnehmenden 1879 Personen wurden gleichmäßig auf insgesamt 4 Gruppen aufgeteilt, wobei je nach Gruppe entweder 5 mg, 10 mg oder 15 mg Tirzepatid oder 1 mg Semaglutid verabreicht wurde. Das Durchschnittsgewicht der Teilnehmenden lag bei 93,7 kg. Studienteilnehmende, die Tirzepatid erhielten, konnten unabhängig von der verabreichten Dosis einen größeren Gewichtsverlust erzielen als Teilnehmende, die Semaglutid einnahmen:
Wichtig zu wissen: Es handelt sich hierbei um Durchschnittswerte aus klinischen Studien, die nicht auf jede einzelne Person übertragbar sind. Jeder Körper ist anders und reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Demzufolge kann auch der Gewichtsverlust bei jedem Menschen unterschiedlich ausfallen.
Sowohl bei der Ozempic- als auch bei der Mounjaro-Abnehmspritze wird die Dosis schrittweise erhöht, um Nebenwirkungen zu minimieren.
Ozempic-Abnehmspritze:
Die Behandlung beginnt mit 0,25 mg einmal wöchentlich. Nach 4 Wochen wird die Dosis auf 0,5 mg erhöht. Falls nötig, kann die Dosis nach weiteren 4 Wochen auf 1 mg und später auf die Höchstdosis von 2 mg pro Woche gesteigert werden.[1]
Mounjaro-Abnehmspritze:
Auch hier startet die Behandlung mit einer niedrigen Dosis von 2,5 mg einmal wöchentlich. Die Dosis wird dann in der Regel alle 4 Wochen schrittweise erhöht – über 5 mg, 7,5 mg, 10 mg und 12,5 mg bis zur Höchstdosis von 15 mg pro Woche. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin passt die Dosis an Ihre individuelle Verträglichkeit an.[3]
Die häufigsten Nebenwirkungen bei der Anwendung der Ozempic-Abnehmspritze treten bei mehr als einer von 10 Personen auf. Dazu gehören vor allem Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen. Die Symptome sind jedoch meistens mild oder moderat und klingen mit der Zeit von selbst ab. In seltenen Fällen kann es aber auch zu ernsteren Nebenwirkungen kommen. Bei Menschen mit schlecht eingestelltem Diabetes wurde zum Beispiel eine Verschlechterung der Netzhauterkrankung (diabetische Retinopathie) beobachtet.[1]
Auch bei der Mounjaro-Abnehmspritze kann es zu Verdauungsbeschwerden kommen: Übelkeit und Durchfall treten bei mehr als einer von 10 Personen auf, während Verstopfung und Erbrechen bei bis zu einer von 10 Personen auftreten kann. Auch diese Nebenwirkungen sind in der Regel mild oder moderat und treten vor allem bei Dosisanpassungen auf.[3]
Wenn Sie Anzeichen einer Schilddrüsenerkrankung wie Heiserkeit, Schluckbeschwerden oder Knoten im Hals, starke Bauchschmerzen, Schwindel oder Magen-Darm-Beschwerden sowie Symptome einer allergischen Reaktion bei sich feststellen, sollten Sie die Behandlung mit der Mounjaro-Abnehmspritze unverzüglich abbrechen und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Sowohl die Mounjaro- als auch die Ozempic-Injektion können von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, sofern die Medikamente zur Behandlung von Diabetes verschrieben werden. Werden sie jedoch nur zur Unterstützung bei der Gewichtsabnahme angewendet, zählen diese als Arzneimittel zur Erhöhung der Lebensqualität, welche von den Krankenkassen nicht übernommen werden.
Für Selbstzahler ist bei den Kosten vor allem die Dosis ausschlaggebend. So kostet die Anfangsdosis bei der Mounjaro-Abnehmspritze im Monat etwa 200 EUR, während höhere Erhaltungsdosen bei bis zu ca. 500 EUR liegen. Die Kosten für die Ozempic-Abnehmspritze belaufen sich im Monat je nach Dosis auf etwa 200-300 EUR. Die genauen Preise hängen von der jeweiligen Dosis, der Bezugsstelle und der Verfügbarkeit ab.
Beide Abnehmspritzen, Mounjaro und Ozempic, sind verschreibungspflichtige Medikamente. Welches für Sie am besten geeignet ist, müssen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprechen. Die Entscheidung hängt von vielen Faktoren ab, darunter auch Ihre gesundheitliche Situation. Das MedExpress-Team berät Sie gern unverbindlich und auch unser Kundensupport ist gerne für Sie da.
Zum besseren Vergleich finden Sie hier noch einmal alle wichtigen Informationen im Überblick:
| Mounjaro-Abnehmspritze | Ozempic-Abnehmspritze | |
|---|---|---|
| Zulassung | Zugelassen zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und Adipositas | Zugelassen zur Behandlung von Typ-2-Diabetes |
| Gewichtsreduktion | Eine Studie hat gezeigt, dass je nach Dosis und zusammen mit einer gesunden Ernährung und Sport über einen Zeitraum von 72 Wochen eine Gewichtsabnahme von etwa 23% erzielt werden kann. [1] | Bei einer Dosis von 1,0 mg wurde über einen Zeitraum von 30 Wochen eine Gewichtsabnahme von etwa 4,5 kg (rund 4,9%) beobachtet.[2] |
| Höchstdosis | 15 mg pro Woche | Bis zu 2 mg pro Woche |
| Häufige Nebenwirkungen | Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen | Verstopfung, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen |
| Verabreichung | Einmal wöchentlich in den Bauch, Oberschenkel oder Oberarm | Einmal wöchentlich in den Bauch, Oberschenkel oder Oberarm |
Quellen Tabelle:
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Diese Informationen ersetzen nicht die professionelle Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin. Individuelle Ergebnisse können variieren. Die Behandlungen unterliegen der Genehmigung durch eine zertifizierte Ärztin oder einen zertifizierten Arzt, der/die die individuelle Eignung beurteilt.
Nächste geplante Überprüfung: 17 August 2029





Katharina Weis
Dr. Kareem Mahmoud
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