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Mounjaro® Nebenwirkungen: Ein Überblick und Tipps zum Umgang

Mounjaro® Nebenwirkungen: Ein Überblick und Tipps zum Umgang


Verfasst von:

Evelyn Barrett

Fachlich geprüft von:

Dr. Kareem Mahmoud

Erstveröffentlichung:

10 April 2025

Letzte Aktualisierung:

17 August 2026

Lesezeit: 5 Minuten
Mounjaro Nebenwirkungen

Kein Medikament ist frei von möglichen Nebenwirkungen. Das gilt auch für die Mounjaro® Abnehmspritze. Zu Beginn einer Behandlung ist es hilfreich zu wissen, welche Symptome eventuell auftreten und wie Sie damit umgehen können.

Lesen Sie hier alles Wichtige über mögliche Nebenwirkungen und Maßnahmen bei Beschwerden.

Wie wirkt die Mounjaro-Abnehmspritze im Körper?

Die Mounjaro-Abnehmspritze ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das von dem US-amerikanischen Pharmaunternehmen Eli Lilly entwickelt wurde. Es enthält Tirzepatid – ein Wirkstoff, der als GIP-GLP-1-Rezeptor-Agonist bekannt ist. Hinter diesem medizinischen Fachbegriff verbirgt sich Folgendes: Tirzepatid ahmt die Wirkung von 2 Hormonen nach, die eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels spielen. GIP steht für Gastric Inhibitory Polypeptide (gastrisches hemmendes Polypeptid) und GLP-1 für Glucagon-Like Peptide 1 (glucagonähnliches Peptid 1). GIP fördert die Insulinproduktion nach dem Essen, während GLP-1 ebenfalls die Insulinausschüttung anregt und zusätzlich die Magenentleerung verlangsamt. Diese Wirkungen führen dazu, dass man sich länger satt fühlt und der Appetit reduziert wird, was zu einer verringerten Nahrungsaufnahme führt.

Klinische Studien haben ergeben, dass Tirzepatid bei Personen mit Adipositas zu einem Gewichtsverlust von etwa 23% des Körpergewichts führen kann, wenn es zusammen mit einer gesunden Ernährung und regelmäßigem Bewegung angewendet wird.[1] Der Wirkstoff kann zudem den HbA1c-Wert bei Menschen mit Typ-2-Diabetes deutlich senken. Der HbA1c-Wert ist ein Test, der den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel über einen Zeitraum von etwa drei Monaten misst. Studien zeigen zudem, dass Tirzepatid bei Menschen mit Adipositas und Prädiabetes das Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes deutlich reduzieren kann.[3]

Welche Mounjaro-Nebenwirkungen gibt es und wie lange halten sie an?

Zu Beginn einer Behandlung mit der Mounjaro-Abnehmspritze können vorübergehende Nebenwirkungen auftreten, insbesondere im Magen-Darm-Bereich. Dazu zählen Übelkeit, insbesondere bei höheren Dosierungen, sowie Durchfall. Auch Erbrechen ist zu Beginn möglich, klingt jedoch bei den meisten Betroffenen nach kurzer Zeit ab. Die beschriebene Wirkung eines verringerten Hungergefühls kann in manchen Fällen auch zu Verstopfung führen. Weitere mögliche Beschwerden sind Müdigkeit, Reaktionen an der Injektionsstelle oder Aufstoßen.[4]

Grundsätzlich lassen die meisten dieser Nebenwirkungen nach wenigen Tagen nach, sobald sich der Körper an das Medikament gewöhnt hat.[5] Treten Nebenwirkungen stärker oder anhaltend auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Nebenwirkungen nach Behandlungspause und bei Alkoholkonsum

Sollten Sie Ihre Behandlung mit der Mounjaro-Abnehmspritze pausiert haben, besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wie und mit welcher Dosis Sie wieder starten können. Denn wenn sich der Körper nach einer längeren Pause wieder auf den „Normalzustand” eingestellt hat, könnten bei einem direkten Einstieg mit einer hohen Dosis Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall deutlich stärker ausfallen.

Auch der Alkoholkonsum kann bei einer Behandlung bestimmte Mounjaro-Nebenwirkungen verstärken, insbesondere Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Magen-Darm-Beschwerden. Ein vorsichtiger Umgang mit Alkohol ist daher ratsam – nicht zuletzt auch, weil alkoholische Getränke kalorienhaltiger sind als viele denken und daher beim Abnehmen grundsätzlich problematisch sein können.

Umgang mit Nebenwirkungen

Beständigkeit ist entscheidend für den Erfolg einer Behandlung mit der Mounjaro-Abnehmspritze. Damit die Therapie ohne Unterbrechungen fortgesetzt werden kann, ist es wichtig, sich mit der Dosierung wohlzufühlen und mögliche Nebenwirkungen in Schach zu halten. Eine gute Ernährung kann dazu beitragen, dass die Behandlung zu einer Routine wird, die Menschen in ihrem Alltag nicht beeinflusst.

Ernährung

Die richtige Ernährung spielt eine wichtige Rolle beim Umgang mit den Nebenwirkungen: Kleine Mahlzeiten können helfen, Übelkeit und Erbrechen zu lindern. Vermeiden Sie auch fettige oder scharfe Speisen. Getränke wie Ingwer- oder Pfefferminztee in Maßen können den Magen beruhigen. Bei Verstopfung hilft es, ballaststoffreiche Lebensmittel zu sich zu nehmen und ausreichend zu trinken. Bei Durchfall ist es wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten und dem Körper die nötige Erholung zu geben.[6]

Schwerwiegende Nebenwirkungen und Warnhinweise

Zu den seltenen Mounjaro-Nebenwirkungen kann eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) gehören, die eine unverzügliche ärztliche Behandlung erfordert. Auch eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) oder Gallenblasenerkrankungen können in seltenen Fällen auftreten.

Weitere Informationen zu den Nebenwirkungen finden Sie in der Packungsbeilage der Mounjaro-Abnehmspritze.

Wann medizinische Hilfe sofort aufzusuchen ist

Bei folgenden Symptomen sollten Sie unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen:

  • Anzeichen einer Schilddrüsenerkrankung wie Heiserkeit, Schluckbeschwerden oder Knoten im Hals
  • Starke Bauchschmerzen, Schwindel oder schwere Magen-Darm-Beschwerden
  • Symptome einer allergischen Reaktion wie Atemnot, Hautausschlag oder Schwellungen im Gesichtsbereich

Wenn Sie Anzeichen einer anaphylaktischen Reaktion (schwere allergische Reaktion) bemerken, wählen Sie sofort den Notruf unter 112.

Für wen ist die Mounjaro-Abnehmspritze nicht geeignet?

Das Medikament darf nicht während der Schwangerschaft oder Stillzeit angewendet werden.

Auch bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Tirzepatid oder anderen Bestandteilen des Medikaments darf es nicht eingenommen werden.

Die Anwendung sollte auch insbesondere bei bestehenden Erkrankungen wie Nierenfunktionsstörungen, früheren Bauchspeicheldrüsenentzündungen oder chronischen Verdauungsproblemen mit ärztlichem Fachpersonal besprochen werden.

Fazit: Nebenwirkungen in der Regel vorübergehend

Die Mounjaro-Abnehmspritze kann insbesondere zu Beginn der Behandlung Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall, Erbrechen oder Verstopfung verursachen. Meist sind diese Beschwerden vorübergehend und lassen sich durch eine angepasste Ernährung und ausreichend Flüssigkeit lindern. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden sowie bei Anzeichen schwerwiegender Nebenwirkungen sollten Sie ärztlichen Rat einholen. So können mögliche Risiken frühzeitig erkannt und die Behandlung sicher begleitet werden.

Ihre erste Anlaufstelle

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, um zu klären, ob eine Behandlung mit der Mounjaro-Abnehmspritze für Sie geeignet ist. Alternativ berät Sie das MedExpress-Team gern zu Ihren Optionen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Diese Informationen ersetzen nicht die professionelle Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin. Individuelle Ergebnisse können variieren. Über die Verschreibung einer Behandlung entscheiden qualifizierte Ärztinnen und Ärzte nach einer individuellen medizinischen Beurteilung.

Nächste geplante Überprüfung: 17 August 2029

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Verfasst von: Evelyn Barrett

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Fachlich geprüft von: Dr. Kareem Mahmoud

Dr. Kareem Mahmoud

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