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Viagra und Alkohol: Das müssen Sie beachten
Katharina Weis
Dr. Kareem Mahmoud
24 Juli 2026


Egal ob zur Grillparty im Sommer oder zum Weihnachtsfest im Winter: Vor allem bei geselligen Anlässen oder Feiern steht oft Alkohol auf dem Tisch. Gerade Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sind oft verunsichert, da Alkohol die Wirkung vieler Medikamente beeinflussen kann. Ob das auch auf Viagra zutrifft und was es zu beachten gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.
Zunächst einmal wollen wir die Grundlagen klären: Viagra ist ein verschreibungspflichtiges Medikament und gehört zu den sogenannten Potenzmitteln. Es enthält den Wirkstoff Sildenafil und wird etwa eine Stunde vor dem geplanten Geschlechtsverkehr in Tablettenform eingenommen. Auf nüchternen Magen wirkt die Tablette schneller. Insgesamt ist mit einer Wirkung zwischen 4 und 6 Stunden zu rechnen.[1]
Das rezeptpflichtige Arzneimittel wird bei erektiler Dysfunktion verschrieben. Bei dieser Erkrankung haben Betroffene Probleme, eine Erektion herbeizuführen und aufrechtzuerhalten. Wichtig für eine Erektion ist der Botenstoff cGMP (cyclisches Guanosinmonophosphat). Es sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße im Penis erweitern, sodass mehr Blut mehr fließen kann. Bei erektiler Dysfunktion wird dieser Botenstoff zu schnell vom Körper abgebaut. Die Folge: keine oder keine anhaltende Erektion.[1]
Der Wirkstoff Sildenafil verhindert, dass cGMP während des Geschlechtsverkehrs vorzeitig abgebaut wird. Die Blutgefäße bleiben länger erweitert, der Schwellkörper wird besser durchblutet und eine Erektion kann leichter erreicht und aufrechterhalten werden.
Alkohol ist fest in unserer Gesellschaft verankert. Vor allem, wenn wir etwas zu feiern haben, lassen wir die Gläser klirren. Und gegen das ein oder andere Gläschen Wein oder Bier ist generell auch nichts einzuwenden. Was Sie dabei jedoch beachten sollten (insbesondere, wenn Sie Potenzprobleme haben): Alkohol kann sich auf Ihre Erektionsfähigkeit auswirken.
Damit ist keinesfalls Ihr Wochenend-Bier gemeint, sondern übermäßiger Alkoholkonsum. Denn regelmäßiger Konsum größerer Alkoholmengen beeinflusst die Funktion Ihrer Blutgefäßwände. Damit eine Erektion entstehen kann, muss viel Blut fließen können – und bei Blutgefäßen in schlechtem Zustand ist das leider nicht möglich.[2]
Chronischer oder übermäßiger Alkoholkonsum kann deshalb ein wichtiger Risikofaktor für erektile Dysfunktion sein.[3]
Alkohol wirkt sich auf Ihre Gefäßgesundheit aus. Allein aus diesem Grund sollten Sie Alkohol meiden, wenn Sie von erektiler Dysfunktion betroffen sind.
In Verbindung mit Viagra kann Alkohol außerdem Wechselwirkungen verstärken: Da Alkohol kurzfristig und Viagra grundsätzlich gefäßerweiternd wirken, beschränkt sich die Gefäßerweiterung nicht nur auf den Penis (wo sie gebraucht wird), sondern betrifft den gesamten Körper. Das kann zu einem starken Blutdruckabfall führen. Mögliche Folgen sind ein zu niedriger Blutdruck, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen.[4]
Besonders größere Mengen von Alkohol können bei Viagra zu den beschriebenen Nebenwirkungen führen oder diese verstärken. Bei einem geselligen Abend in der Lieblingskneipe sollten Sie deshalb unbedingt darauf achten, nicht zu viel Alkohol zu trinken, wenn Sie Viagra einnehmen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie wissen möchten, wie viel Alkohol bei der Einnahme von Viagra für Sie sicher ist.
In Verbindung mit Alkohol können bestimmte Nebenwirkungen von Viagra verstärkt werden, darunter Gesichtsrötung, Kopfschmerzen und Herzrasen.[4]Diese können unangenehm sein, sind aber in der Regel nicht gefährlich.
Wenn Sie nach der gleichzeitigen Einnahme von Viagra und Alkohol Folgendes bei sich bemerken, sollten Sie sofort ärztliche Hilfe aufsuchen[4]:
Diese Symptome sind zwar selten, können aber auf einen gefährlichen Blutdruckabfall hinweisen.
Bei der Einnahme eines neuen Medikaments kommt es oft zu vielen Fragen. Deshalb haben wir einige Tipps für eine sichere Einnahme zusammengestellt[4][1]:
Viagra ist ein wirksames Medikament bei erektiler Dysfunktion. Wer auf übermäßigen Alkoholkonsum verzichtet und die Hinweise zur Einnahme beachtet, kann das Medikament in den meisten Fällen gut verträglich anwenden. Bei Fragen oder Unsicherheiten suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Diese Informationen ersetzen nicht die professionelle Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin. Individuelle Ergebnisse können variieren. Die Behandlungen unterliegen der Genehmigung durch eine zertifizierte Ärztin oder einen zertifizierten Arzt, der/die die individuelle Eignung beurteilt.
Nächste geplante Überprüfung: 24 Juli 2029





Katharina Weis
Dr. Kareem Mahmoud
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