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Cialis: mögliche Nebenwirkungen und was Sie dagegen tun können

Cialis: mögliche Nebenwirkungen und was Sie dagegen tun können


Verfasst von:

Evelyn Barrett

Fachlich geprüft von:

Dr. Kareem Mahmoud

Erstveröffentlichung:

10 Juni 2026

Lesezeit: 5 Minuten
Deutscher Mann denkt über Cialis-Nebenwirkungen nach

Was ist Cialis und wie wirkt es?

Cialis ist neben Viagra (Wirkstoff Sildenafil) eines der gebräuchlichsten Medikamente zur Behandlung von erektiler Dysfunktion. Es enthält den Wirkstoff Tadalafil und ist auf Rezept in Tablettenform erhältlich. Cialis wird nach Bedarf mindestens 30 Minuten vor dem geplanten Geschlechtsverkehr eingenommen. Anschließend kann es bis zu 36 Stunden lang dabei helfen, eine Erektion zu erreichen und aufrechtzuerhalten. An Absprache mit einer ärztlichen Fachkraft kann Cialis niedrig dosiert auch täglich eingenommen werden.[1]

Tadalafil hilft dabei, eine Erektion zu erreichen und aufrechtzuerhalten, indem es die Durchblutung des Penis verbessert. Bei sexueller Erregung setzt der Körper einen bestimmten Botenstoff frei, das sogenannte cyclische Guanosinmonophosphat (kurz cGMP). Dieser Botenstoff spielt eine zentrale Rolle bei der Erektion: Er sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße im Penis erweitern und mehr Blut in den Schwellkörper fließen kann.

Bei erektiler Dysfunktion kann es zu einem Mangel an cGMP kommen, wodurch nicht genug Blut in den Penis strömt. Das passiert häufig, weil das körpereigene Enzym Phosphodiesterase den Botenstoff cGMP zu schnell abbaut. Tadalafil gehört zu den sogenannten Phosphodiesterase-5-Hemmern. Diese Wirkstoffgruppe blockiert gezielt das Enzym Phosphodiesterase, das normalerweise den Botenstoff cGMP abbaut.

Tadalafil verhindert also, dass cGMP während des Geschlechtsverkehrs vorzeitig abgebaut wird. Dadurch bleiben die Blutgefäße länger erweitert, der Schwellkörper wird besser durchblutet und eine Erektion kann bei sexueller Stimulation leichter erreicht und aufrechterhalten werden.

Welche Nebenwirkungen hat Cialis?

Es gibt kein Medikament ohne Nebenwirkungen – Potenzmittel wie Cialis sind da keine Ausnahme. Wenn Sie also mit dem Gedanken spielen, mit Ihrer Ärztin über eine mögliche Verschreibung von Cialis zu sprechen, ist es wichtig, sich im Voraus mit den Nebenwirkungen vertraut zu machen. So können Sie ungewöhnliche Symptome schneller erkennen und im Ernstfall rechtzeitig reagieren.

Häufige Nebenwirkungen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Kopfschmerzen, Hautrötungen, verstopfte Nase, Rücken- oder Muskelschmerzen sowie Dyspepsie (Verdauungsbeschwerden).[2] Diese Nebenwirkungen sind in der Regel vorübergehend und klingen nach Absetzen des Medikaments ab.

Gelegentliche Nebenwirkungen

Bei der Einnahme von Cialis können gelegentlich Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Allergien), Schwindel, Sehstörungen, Nasenbluten, Augenschmerzen und Tinnitus auftreten. [2] Auch Symptome wie Tachykardie (zu schneller Herzschlag), Hypo- und Hypertonie (zu niedriger bzw. zu hoher Blutdruck) oder Atemnot sind möglich.

Seltene Nebenwirkungen

Seltene Nebenwirkungen treten in 0,01–0,1 % der Fälle auf.[2] Das bedeutet, dass nur wenige Patienten davon betroffen sind. Zu den seltenen Nebenwirkungen von Cialis zählen Migräne, Schlaganfälle, plötzliche Schwerhörigkeit, Dauererektionen oder Taubheit sowie Herzinfarkte.[2] Letztere traten vor allem bei Patienten mit zugrundeliegenden Risikofaktoren auf.

Wann sollte ich medizinische Hilfe aufsuchen?

Wenn Ihre Erektion länger als 4 Stunden andauert und schmerzhaft ist, sollten Sie sofort einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Wenn Sie Symptome wie plötzliche Seh- oder Hörstörungen, Herz-Kreislauf-Probleme oder allergische Reaktionen bei sich feststellen, sollten Sie die Einnahme von Cialis beenden und ebenfalls sofort eine Arztpraxis oder Notaufnahme aufsuchen. Das Gleiche gilt für besonders stark ausgeprägte oder langanhaltende Nebenwirkungen.

Wann sollte ich Cialis nicht einnehmen?

Da Cialis verschreibungspflichtig ist, sollten Sie in jedem Fall Rücksprache mit einer ärztlichen Fachkraft halten, um herauszufinden, ob die Einnahme für Sie sicher ist. Denn es gibt Fälle, in denen das Medikament nicht eingenommen werden darf, darunter:

  • Bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Tadalafil
  • Bei der Einnahme von organischen Nitraten jeglicher Form
  • Bei instabiler Angina pectoris
  • Bei einem Schlaganfall in den letzten 6 Monaten
  • Wenn Sie eine Herzerkrankung haben oder in den letzten 90 Tagen einen Herzinfarkt hatten[3]

Bei Patienten mit schweren Leber- oder Nierenproblemen wird Cialis nur unter strenger medizinischer Beobachtung verschrieben.[1]

Wenn Sie Alkohol getrunken haben, kann es zusätzlich vorkommen, dass Nebenwirkungen (z. B. Schwindel oder Blutdruckabfall) verstärkt auftreten.

Wie bewältige ich Nebenwirkungen?

Bei betroffenen Patienten steht zuallererst die Frage: Was tun gegen Cialis-Nebenwirkungen? In den meisten Fällen hilft es, Wasser zu trinken. Gerade bei Kopfschmerzen oder Verdauungsstörungen kann Flüssigkeit dabei helfen, die Nebenwirkungen abzuschwächen. Wenn Sie bei sich Hautrötungen feststellen, können kühlende Umschläge Linderung verschaffen.

Die gute Nachricht: Die meisten milden Nebenwirkungen klingen innerhalb einiger Stunden oder auch Tage von selbst ab. Bei anhaltenden oder starken Nebenwirkungen sollten Sie die Einnahme beenden und mit einer ärztlichen Fachkraft Rücksprache halten.

Wie lassen sich die Risiken von Cialis verringern?

Es gibt einige Tipps, wie Sie das Risiko für Nebenwirkungen senken können. In erster Linie sollten Sie das Präparat nur nach ärztlicher Beratung einnehmen. Vor der Einnahme und während der Wirkungsdauer sollten Sie außerdem auf Alkohol und Grapefruitsaft verzichten, da Nebenwirkungen sonst verstärkt werden können. Wichtig ist auch, sich an die von Ihrer ärztlichen Fachkraft empfohlene Dosis zu halten. Durch die Einnahme der geringstmöglichen wirksamen Dosis kann das Risiko von Nebenwirkungen reduziert werden.

Wie auch bei allen anderen Medikamenten ist bei der Einnahme von Cialis ein verantwortungsvoller Umgang extrem wichtig. Halten Sie sich an die empfohlene Dosis und beachten Sie die Hinweise zu Kontraindikationen und Wechselwirkungen – damit lassen sich die größten Risiken bereits aus dem Weg räumen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Diese Informationen ersetzen nicht die professionelle Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin. Individuelle Ergebnisse können variieren. Die Behandlungen unterliegen der Genehmigung durch eine zertifizierte Ärztin oder einen zertifizierten Arzt, der/die die individuelle Eignung beurteilt.

Nächste geplante Überprüfung: 10 Juni 2029

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Verfasst von: Evelyn Barrett

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Fachlich geprüft von: Dr. Kareem Mahmoud

Dr. Kareem Mahmoud

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