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Wegovy® Tabletten und Alkohol: Das sollten Sie wissen
Katharina Weis
Dr. Kareem Mahmoud
14. Oktober 2026


Alkohol ist für viele Bestandteil des täglichen Lebens: Sei es nun das Feierabendbier, Cocktails mit den Freundinnen und Freunden am Wochenende oder ein Gläschen Wein oder Sekt zum Geburtstag. Tatsächlich trinken Deutsche im Durchschnitt mehr als doppelt so viel Alkohol wie im weltweiten Durchschnitt.[1] Gerade weil es so fest im Alltag verankert ist, kann es schwerfallen, die eigenen Trinkgewohnheiten zu hinterfragen. Auch Patientinnen und Patienten mit Adipositas wird geraten, ihren Alkoholkonsum einzuschränken.
Warum ist das so? Alkohol ist sehr energiereich, enthält jedoch nur sehr wenige Nährstoffe und löst ein schwaches Sättigungsgefühl aus. Alkohol liefert also viele Kalorien, trägt aber kaum zur Versorgung mit wichtigen Nährstoffen bei. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass vor allem hoher Alkoholkonsum mit einem erhöhten Risiko für Übergewicht eingehen kann. Aus diesen Gründen wird sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von Adipositas und Übergewicht empfohlen, den Konsum von Alkohol zu reduzieren.[2]
In der Fachinformation zu Wegovy® Tabletten wird keine spezifische Wechselwirkung mit Alkohol aufgeführt.[3] Das bedeutet jedoch nicht, dass Alkoholkonsum während der Behandlung grundsätzlich unbedenklich ist. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (kurz DGE) gibt es keine risikofreie Alkoholmenge – daher wird empfohlen, auf Alkohol zu verzichten, vor allem wenn Sie Medikamente einnehmen.[1]
„Alkohol ist während der Behandlung mit den Wegovy-Tabletten nicht ausdrücklich verboten, aber auch nicht risikofrei: Er enthält viele Kalorien und gilt bei der Einnahme von Medikamenten generell als nicht empfehlenswert.“ – Kareem Mahmoud, Medizinische Leitung, Deutschland
Falls Sie trotzdem hin und wieder ein Gläschen trinken möchten, ist es sinnvoll zu wissen, worauf Sie achten sollten.
Alkohol kann sich während einer Behandlung mit den Wegovy-Tabletten unterschiedlich auf Ihren Körper auswirken.
Wie bereits erwähnt, rät die DGE im Allgemeinen vom Alkoholkonsum ab. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie zusätzlich zu den Wegovy-Tabletten Insulin oder bestimmte andere blutzuckersenkende Medikamente wie Sulfonylharnstoffe anwenden, da Alkohol das Risiko einer Unterzuckerung erhöhen kann. Er hemmt die Zuckerfreisetzung aus der Leber, wodurch der Blutzuckerspiegel stärker absinken kann als gewohnt.[4]
Wenden Sie sich an eine ärztliche Fachkraft, um herauszufinden, ob und unter welchen Bedingungen Alkohol für Sie infrage kommt.
Alkohol wirkt harntreibend und kann so zu einem Flüssigkeitsdefizit bis hin zur Dehydrierung führen.[5] Das ist besonders relevant, weil auch die Wegovy®-Tabletten selbst häufig Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall verursachen können, welche ebenfalls zu einem Flüssigkeitsverlust führen.[3] Kommen beide Faktoren zusammen, kann das Risiko einer Dehydrierung zusätzlich steigen. Achten Sie deshalb bei Alkoholkonsum besonders darauf, ausreichend Wasser zu trinken.[3]
Dass für Wegovy-Tabletten und Alkohol keine Wechselwirkungen dokumentiert sind, bedeutet nicht automatisch, dass Alkohol unproblematisch ist – denn einige Vorsichtshinweise für Wegovy und Alkohol betreffen dieselben Organe.
Sprechen Sie in diesen Fällen vor dem Alkoholkonsum mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Grundsätzlich gilt: Eine risikofreie Menge Alkohol gibt es nicht. Die DGE empfiehlt zudem, während der Einnahme von Medikamente auf Alkohol zu verzichten.[1]
Wenn Sie trotzdem Alkohol trinken möchten, können diese Hinweise dabei helfen, das Risiko möglichst gering zu halten:
Ein ausdrückliches Alkoholverbot gibt es bei der Behandlung mit den Wegovy-Tabletten zwar nicht – eine risikofreie Alkoholmenge aber auch nicht. Wer ganz auf Alkohol verzichtet, geht auf Nummer sicher und kann nebenbei sein Abnehmziel unterstützen. Wenn Sie hin und wieder Alkohol trinken, bleiben Sie bei kleinen Mengen und achten Sie auf ausreichend Flüssigkeit. Bei Vorerkrankungen, anderen Medikamenten und Unsicherheiten sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Diese Informationen ersetzen nicht die professionelle Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin. Individuelle Ergebnisse können variieren. Über die Verschreibung einer Behandlung entscheiden qualifizierte Ärztinnen und Ärzte nach einer individuellen medizinischen Beurteilung.
Nächste geplante Überprüfung: 14. Oktober 2029





Katharina Weis
Dr. Kareem Mahmoud
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